Jörg Sander, Geschäftsführer der Agentur Kundendienst

Glaubwürdige und offene Kommunikation im Seniorenmarketing

Die Statistik spricht eine klare Sprache: Die Zahl der Älteren steigt in Deutschland prozentual – und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wächst immer mehr. Aus der Marketingperspektive ist die Gruppe 50+ eine wichtige Kaufkraft. Unser Geschäftsführer Jörg Sander wurde kürzlich zum Thema Seniorenmarketing interviewt. Nicht ohne Grund – gehört das Sujet doch zu unseren Spezialgebieten. Im Gespräch mit Cathrin Günzel, freie Journalistin und Autorin für den Ratgeber-Blog „Meine Firma & ich“ von Lexware, gibt der Marketingexperte Einblick in seine Arbeit und Erfahrungen in der Kommunikation für die Zielgruppe 50+.

Ehrlich überzeugen

Die Kommunikation für Menschen gehobenen Alters erfordert nicht nur Zielgruppen-Empathie, sondern auch komplexe Marketingstrategien, die zielgruppenadäquat Medien, Kommunikationsformen und -kanäle nutzen. Denn nur so erreicht man unterschiedliche Adressaten und kann sie effektiv ansprechen. Als wichtige Botschaft stellt Jörg Sander in dem Blog-Artikel heraus, dass die Zielgruppe der Senioren auf inhaltlicher Ebene zum einen faktisch überzeugt werden will. Zum anderen, so Jörg Sander, sei eine „glaubwürdige und offene Kommunikation wichtig. Statt umfassender Versprechen sollte der konkrete Produktnutzen deutlich benannt werden.“ Aufgesetzte, zu werbliche Aussagen kommen dagegen nicht gut an: „Dafür hat diese Generation zu viel Lebenserfahrung.“

„Sag bloß nicht alt“

Wichtig sei zudem zu berücksichtigen, dass sich ältere Menschen jünger sehen, als sie ihrem biologischen Alter nach sind. „Wer heute 60 ist, orientiert sich mental eher an den zehn Jahre Jüngeren. Gattungsbegriffe, die auf das Alter zielen, sollte man vermeiden. Wer 50+, 60 oder 70 Jahre alt ist, hat vielfältige Interessen, unterschiedliche Biografien und lässt sich kaum über das Alter definieren.“ Ein Kardinalfehler sei, mit Begriffen zu arbeiten, „die Altsein und Unselbstständigkeit suggerieren. Werden in der Wortwahl die Eigenverantwortung der Senioren geschmälert oder Gebrechen und Krankheit angesprochen, wirkt das eher abschreckend, das zeigen zum Beispiel unsere Erfahrungen in der Hörgerätebranche. Besser als ‚Haben Sie Angst, nicht mehr alles zu hören‘ ist eine Botschaft, die positive Lösungen zeigt – wie ‚Es ist toll, alle Geräusche der Welt zu erleben‘. Auch bei der Wahl der Bilder sollte generationenübergreifend gedacht werden.“

Pointiert formuliert heißt das: „Sag bloß nicht alt“. Dies ist auch der Titel des Lexware-Artikels von Cathrin Günzel. Zu lesen in voller Länge auf

http://blog.meine-firma-und-ich.de/senioren-im-netz/