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Wir sind Weltmeister – dank Franzi!

Am gestrigen Sonntag errang die deutsche Fußballnationalmannschaft in Brasilien ihren vierten WM-Titel nach 1954, 1974 und 1990. Hundertzwanzig hochdramatische Minuten mussten Jogis Jungs gegen Argentinien kämpfen, bevor sie den Pokal in Händen halten konnten. Ein Schlüsselspieler war bei der Siegesfeier im Maracanã-Stadion von Rio leider nicht anwesend: Franzi, unser Mops-Orakel. Ihre Leistung angemessen zu würdigen ist das Ziel dieses Beitrags.

Ein goldenes Schnäuzchen

Antizipation ist Franzis zweiter Vorname: Fällt eine Wurst vom Tisch, weiß die sympathische Mopsdame bereits im Vorfeld wohin. Dieses Talent sollte nicht verschwendet werden, dachten wir uns, und ließen den kleinen Wirbelwind als WM-Orakel antreten. Die Idee: Vor jedem Spiel der Deutschen wurden Franzi landestypische Spezialitäten der eigenen und gegnerischen Mannschaft präsentiert, zwischen denen sie frei wählen konnte. Ihre Entscheidung galt dann als Prognose für den Verlauf des Spiels. Wie nicht anders erwartet, bewies unser Agenturmops bereits in der Gruppenphase ein goldenes Schnäuzchen: Egal, ob Deutschland gegen Portugal oder die USA ran musste – Franzi tippte stets auf die richtige Mannschaft, nämlich uns. Selbst beim Unentschieden gegen Ghana war ihr Instinkt unfehlbar: Nachdem sie zuerst den Fressnapf mit dem deutschen Fähnlein geleert hatte, machte sie sich noch über das Töpfchen mit der ghanaischen Flagge her – ein klareres Votum für ein Remis kann es nicht geben. Letztlich ist es also vor allem unserer Hellseherin mit den übergroßen Augen zu verdanken, dass Schweini und Co. den Einzug in die zweite Runde schafften.

Jetzt geht’s um die Wurst

Achtel-, Viertel- und Halbfinals werden bei Weltmeisterschaften seit jeher gefürchtet: Ein fahrlässig ausgeführter Pass oder eine Unachtsamkeit im eigenen Strafraum und schon darf man die Heimreise antreten. Auch Deutschland war im Spiel gegen Algerien kurzzeitig gefährdet, drehte den Spieß aber mit einer Kraftleistung in der Verlängerung nochmal herum. Franzi wusste freilich schon vorher, wie das Spiel ausgehen würde. Auch beim anschließenden Aufeinandertreffen mit Frankreich hatte sie den richtigen Riecher und ließ unsere Nachbarn links des Rheins rechts liegen. Als es danach gegen Brasilien um die Wurst und den Einzug ins WM-Finale ging, zog unser filigraner Miniaturpanther schnurstracks am Cocktail made in Brazil vorbei und verleibte sich deutsches Bier und Wasser ein. Ein gutes Omen, das sich das deutsche Team zu Herzen nahm: Am Abend fertigten sie den Rekordweltmeister aus Südamerika mit sage und schreibe 7:1 ab.

We are the champions!

Im Finale stand unsere Elf dem angeblich besten Spieler der Welt gegenüber: Lionel Messi aus Argentinien. Für uns der perfekte Anlass, Franzi ein prächtiges deutsches Wiener Würstchen und das angeblich beste Fleisch der Welt – echtes argentinisches Rinderfilet – zu kredenzen. Unser Mopswunder fackelte nicht lange – und schnappte sich das Würstchen. Die deutsche Mannschaft benötigte leider etwas länger: Erst in der 113. Minuten gelang Mario Götze nach einem Anspiel von André Schürrle der wohlverdiente Siegtreffer. Der Jubel danach war gigantisch – allein an der Berliner Fanmeile feierten über 250.000 Menschen den ersten deutschen WM-Sieg seit 24 Jahren. Bei dem ganzen Trubel vergessen wurde allerdings diejenige, die alles ermöglicht hatte: Franzi, unsere Tippgöttin auf vier Beinen. Sollte das alte Sprichwort, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, etwa auch auf sie zutreffen? Nein! Denn wir vergessen nicht, was unser Schleckermäulchen Großartiges vollbracht hat – und freuen uns schon jetzt auf ihre fachkundigen Voraussagen bei der EM 2016 in Frankreich!